Privacy Policy

Version 2026-07 · German text is binding

Any English translation is for information only. Only the German version of this privacy policy is legally binding.

A. Verantwortlicher, Geltungsbereich, Aufsichtsbehörde

Verantwortlicher im Sinne der Datenschutz‑Grundverordnung (DSGVO) ist:

LK LiveKultur GmbH Steinkrügerstr. 29 50825 Köln Deutschland E‑Mail: info@fimu.app

Diese Datenschutzerklärung gilt für die Nutzung der Fimu‑Web‑App, Mobile‑App sowie des E‑Mail-/WhatsApp‑Assistenten.

Eine/ein betriebliche/r Datenschutzbeauftragte/r ist derzeit nicht bestellt. Bei allen Fragen können Sie sich an die oben genannte Kontaktadresse wenden. Zuständige Aufsichtsbehörde ist insbesondere die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein‑Westfalen (LDI NRW). Ihnen steht ein Beschwerderecht nach Art. 77 DSGVO bei jeder zuständigen Aufsichtsbehörde zu.

B. Zwecke der Verarbeitung und Rechtsgrundlagen

Wir verarbeiten personenbezogene Daten nur, soweit dies nach der Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO) zulässig ist. Die wichtigsten Zwecke und Rechtsgrundlagen sind:

I. Nutzerkonto, Authentifizierung, Onboarding

Zweck: Anlage und Verwaltung des Nutzerkontos, Authentifizierung, Onboarding, Sicherstellung eines Mindestalters von 18 Jahren.

Daten: E‑Mail, Passwort‑Hash, Name, Geburtsjahr, Geschlecht, Stadt/Land/Bundesland, Telefonnummer (E.164), Locale, Login‑Zeiten.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertrag/Vertragsanbahnung). Altersprüfung auf Basis eines berechtigten Interesses (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) an der Beschränkung auf Volljährige.

II. Förderprofil, Projektmatching und Profiling

Zweck: Erstellung eines Förderprofils, automatisiertes Matching mit geeigneten Programmen und Berechnung eines Match‑Scores.

Daten: Biografie, Projektbeschreibung, Genres, Standort, Teamdaten (Name, Rolle, Firma), Social Links, Releases, Website, Projektzeitraum, Budgetangaben.

Profiling: Aus diesen Angaben wird ein Match‑Score berechnet; damit liegt ein Profiling im Sinne von Art. 4 Nr. 4 DSGVO vor. Es handelt sich aber nicht um eine automatisierte Einzelfallentscheidung mit rechtlicher Wirkung nach Art. 22 DSGVO, da Förderentscheidungen ausschließlich die Förderinstitutionen treffen.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (zur Vertragserfüllung – Kernfunktion des Dienstes).

III. KI‑Assistent für Antrag, Finanzplan, Verwendungsnachweis, Chat

Zweck: KI‑gestützte Generierung und Überarbeitung von Antragstexten, Finanzplänen, Verwendungsnachweisen sowie Konversation mit dem Assistenten.

Daten: Kontodaten, Projekt‑ und Förderangaben, Bank‑/Finanzdaten (siehe unten), Chat‑Inhalte, Dokumente (PDFs, CSV, Bilder), ggf. Inhalte weitergeleiteter E‑Mails/WhatsApp‑Nachrichten.

Verarbeitung: Übermittlung an OpenAI und Anthropic zur Generierung, Klassifikation und Auswertung; KI‑Verarbeitung gilt als „Verarbeitung personenbezogener Daten“ nach Art. 4 Nr. 2 DSGVO.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung – Bereitstellung des Assistenten); technische Verarbeitung in Queues (Valkey/Redis) auf Basis Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an sicherem Betrieb).

IV. Besondere Kategorien (Art.‑9‑Daten) für Förderzwecke

Wir verarbeiten bestimmte demografische Angaben, die unter Art. 9 DSGVO fallen können und daher einem Verarbeitungsverbot mit Erlaubnisvorbehalt unterliegen:

Mögliche Art.‑9‑Daten: Angaben zu ethnischer Herkunft/Migrationshintergrund, Behinderung und ggf. Daten zur sexuellen Orientierung, soweit sie Fördervoraussetzungen betreffen.

Zweck: Abbildung der Förderlogik (z. B. Programme für marginalisierte Gruppen, Menschen mit Behinderung, Diversitätskriterien) – nicht allgemeines Marketing.

Verwendung:

  • Eingabe ins Förderprofil,
  • Nutzung beim Matching,
  • Übernahme in Anträge nur, wenn Nutzer dies im Text ausdrücklich wünscht,
  • keine Übermittlung solcher Rohdaten an Human‑Reviewer ohne Notwendigkeit.

Rechtsgrundlage: Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten erfolgt ausschließlich bei ausdrücklicher, informierter Einwilligung nach Art. 9 Abs. 2 lit. a i. V. m. Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO.

Wir unterscheiden klar:

  • SENSITIVE_DATA‑Einwilligung für demografische Felder,
  • gesonderte Einwilligung für deren Nutzung im Matching und zur Antragsgenerierung.

Einwilligungen können jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden (Art. 7 Abs. 3 DSGVO).

Ohne Einwilligung werden diese Felder nicht erhoben, nicht verarbeitet und nicht an KI‑Provider übermittelt.

V. Finanz‑ und Nachweisdaten

Zweck: Erstellung, Strukturierung und Zuordnung von Finanzplänen und Verwendungsnachweisen.

Daten: Bank‑CSV und PDF‑Kontoauszüge (Datum, Betrag, Gegenpartei, Verwendungszweck; bei PDF zusätzlich temporäre Extraktionsentwürfe), Rechnungen und Belege (Name, Adresse, Leistungsbeschreibung, Betrag, Zahlungsdatum), Projektzuordnung.

Verarbeitung: Upload in der App sowie per E‑Mail/WhatsApp; Import, Speicherung bei Supabase, Analyse per KI (u. a. Anthropic Message Batches für PDF‑/Bildauswertung), Zuordnung zu Projekten. Nutzer bestätigen erkannte Kontoauszugszeilen vor dem Import.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung – Erstellung von Finanzplänen und Verwendungsnachweisen).

VI. E‑Mail‑Inbound und ‑Outbound

Zweck: Transaktionsmails (Verify, Reset, Kaufbestätigung, Statusupdates), Support, Auswertung von weitergeleiteten E‑Mails von Fördergebern.

Daten: E‑Mail‑Adresse, Inhalte, Anhänge (z. B. Bescheide, Verträge), Metadaten.

Verarbeitung: Versand und Empfang über Resend; Analyse weitergeleiteter Fördermails durch KI (z. B. Statusänderung, Nachforderungen).

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertrag/Support); bei optionaler Protokollierung für Service‑Dokumentation Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.

VII. WhatsApp‑Assistent

Zweck: Nutzung des Assistenten über WhatsApp, inklusive Übermittlung von Belegen, Statusantworten, Rückfragen.

Daten: Telefonnummer, OTP‑Codes, Nachrichteninhalte (Text, ggf. Bilder/PDFs), Metadaten.

Verarbeitungskette: WhatsApp → Meta (WhatsApp Cloud API) → Fimu → Speicherung → KI‑Verarbeitung → Zuordnung zu Projekt.

Rechtsgrundlage: Beitritt zum WhatsApp‑Kanal nur bei ASSISTANT_CHANNEL‑Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO), inkl. Information über Drittlandtransfer an Meta; Verarbeitung projektbezogener Inhalte nach Opt‑in auf Basis Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

C. Nutzung öffentlich zugänglicher Daten (Firecrawl, Web‑Profile)

Wir nutzen Firecrawl ausschließlich zur Analyse von öffentlich zugänglichen Informationen (z. B. Förderrichtlinien, Programmseiten). Personenbezogene Daten werden hierbei nur insoweit verarbeitet, als sie im öffentlichen Kontext erscheinen.

Die DSGVO enthält zwar keine Sondernorm für „allgemein zugängliche Daten“, erkennt aber ausdrücklich öffentlich gemachte Daten und Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen (Art. 9 Abs. 2 lit. e, Art. 14 Abs. 2 lit. f DSGVO). Eine Verarbeitung kann auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO gestützt werden, wenn ein berechtigtes Interesse besteht und die Interessen der Betroffenen nicht überwiegen.

Fimu:

  • crawlt keine nicht allgemein zugänglichen Bereiche,
  • verarbeitet keine personenbezogenen Daten aus z. B. privaten Social‑Media‑Accounts für das Matching,
  • nutzt nur Daten, die Nutzer selbst hochladen oder explizit im Profil angeben, sowie öffentlich verfügbare Förderdokumente.

Ein automatisiertes „Scraping“ von personenbezogenen Daten ist eine Verarbeitung im Sinne von Art. 4 Nr. 2 DSGVO und unterliegt den Erlaubnistatbeständen und Informationspflichten; wir vermeiden dies und beschränken Firecrawl auf sachliche Förderinformationen.

D. Kategorien personenbezogener Daten

Wir verarbeiten insbesondere:

  • Kontodaten: E‑Mail, Passwort‑Hash, Name, Geburtsjahr, Geschlecht, Stadt/Land/Bundesland, Telefonnummer, Locale, Login‑Zeiten.
  • Förder‑/Projektdaten: Biografie, Projektbeschreibung, Genres, Teammitglieder (Name, Rolle, Firma; Kontakt‑E‑Mails von Teammitgliedern werden nicht gespeichert), Social Links, Releases, Website.
  • Art.‑9‑Daten: Angaben zu ethnischer Herkunft/Migrationshintergrund, Behinderung, ggf. diversitätsbezogene Gender‑Angaben, nur bei ausdrücklicher Einwilligung.
  • Finanz‑/Nachweisdaten: Bank‑CSV, Rechnungen, Belege, Zuordnungen zu Projekten.
  • Antrags‑/Chat‑Inhalte: generierte und hochgeladene Texte, Budgets, Chat‑Logs, KI‑Prompts/Responses, Import‑PDFs.
  • Kommunikationsinhalte: E‑Mails, WhatsApp‑Nachrichten, Supporttickets, Kontaktformular‑Inhalte.
  • Zahlungsdaten: Stripe Customer‑ID, Kaufhistorie, Credit‑Guthaben (keine Kartennummern in Fimu‑DB).
  • Tracking/Attribution: UTMs, fbp/fbc, GA Client‑IDs, gehashte E‑Mail‑Adressen, Ereignisdaten.
  • Technische Daten: IP‑Adresse, User‑Agent, Geräteinfos, Cookies, localStorage/sessionStorage‑Tokens.

E. Empfänger, Auftragsverarbeiter, Drittlandübermittlung

I. Empfänger und AVV

Wir setzen u. a. folgende Dienstleister ein:

  • Supabase (EU) – Datenbank, Object‑Storage.
  • Fly.io (FRA) – Backend‑API, Valkey/Redis‑Queues.
  • Vercel – Frontend‑Hosting und CDN.
  • Stripe – Zahlungsdienstleister.
  • Resend – E‑Mail‑Versand/Empfang.
  • Cloudflare Turnstile – Bot‑Schutz.
  • Google (GTM/GA4/Ads) – Analyse/Marketing (nur mit Einwilligung).
  • Meta (Pixel/CAPI, WhatsApp Cloud API) – Marketing/Attribution, Messaging.
  • OpenAI – KI‑Verarbeitung (Generierung, Embeddings, Klassifikation, Data Controls).
  • Anthropic – KI‑Verarbeitung (Generierung, Matching, Chat).
  • Firecrawl – Web‑Crawl für öffentlich zugängliche Informationen.
  • Sentry – Fehler‑Monitoring.
  • Photon/Komoot – Geocoding.
  • Human‑Expert:innen – interne Mitarbeitende von Fimu für Human Review.

Mit allen Auftragsverarbeitern bestehen oder werden AV‑Verträge nach Art. 28 DSGVO geschlossen. Reviewer nutzen keine externen Systeme; sie verarbeiten ausschließlich antragsrelevante Daten innerhalb unserer Infrastruktur.

II. Drittlandtransfer (Art. 44 ff. DSGVO)

Datenübermittlungen in Drittländer (insbesondere USA) sind nur zulässig, wenn neben einer Rechtsgrundlage nach Art. 6/9 DSGVO die Anforderungen von Art. 44 ff. DSGVO erfüllt sind:

  • Für die USA besteht seit 10.07.2023 ein Angemessenheitsbeschluss zum EU‑US Data Privacy Framework (DPF). Datenübermittlungen an DPF‑zertifizierte Unternehmen können auf Art. 45 DSGVO gestützt werden.
  • Für US‑Dienstleister ohne DPF‑Zertifizierung nutzen wir Standardvertragsklauseln (SCC) nach dem Durchführungsbeschluss (EU) 2021/914 und zusätzliche technische Maßnahmen (z. B. Verschlüsselung, Minimierung) als geeignete Garantien im Sinne von Art. 46 DSGVO.
  • Anbieter wie OpenAI dokumentieren in ihrer EU‑Privacy‑Policy die Nutzung von Angemessenheitsentscheidungen und SCC als Transfermechanismen.

In unserer internen Dokumentation ist für jeden US‑Dienstleister festgehalten:

  • ob eine DPF‑Zertifizierung vorliegt (unter Bezug auf das offizielle Teilnehmerverzeichnis),
  • ob SCC abgeschlossen sind und welche Datenkategorien betroffen sind,
  • welche zusätzlichen Maßnahmen (z. B. Pseudonymisierung, Beschränkung der Inhalte, Verschlüsselung) eingesetzt werden.

F. KI‑Verarbeitung, Embeddings, „Verbesserung des Dienstes“

I. Produktbetrieb vs. Verbesserung

Wir trennen folgende Zwecke:

  1. Produktbetrieb: Verarbeitung der Nutzerdaten, um das Matching, die Generierung und das Monitoring bereitzustellen (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO).
  2. Produktverbesserung: Nutzung aggregierter und pseudonymisierter Daten zur Verbesserung der Förderlogik und Textqualität (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO bei strenger Interessenabwägung).
  3. Training eigener KI/Wissensbasis: Nutzung von anonymisierten Destillaten aus Förderfällen, nur nach spezieller Einwilligung („Erfolgsdaten‑Einwilligung“).

II. Keine Speicherung kompletter Anträge, nur technische Destillate

Wir speichern keine vollständigen Antragstexte als Beispiele. Stattdessen:

  • erzeugen wir technische Destillate, die nur noch Muster enthalten (z. B.: „In Programm X wurden bei erfolgreichen Fällen Kostenposition Y häufig unter Kategorie Z gebucht“) und keine personenbezogenen oder identifizierenden Informationen mehr,
  • entfernen vor der Destillation alle offensichtlichen Identifikatoren (Namen, Projekt-/Veranstaltungsorte, konkrete Förderbeträge, Label‑Namen, konkrete Termine, Links) soweit technisch möglich,
  • nutzen diese Destillate ausschließlich für interne Wissensmodelle und nicht für allgemeine Trainingsdaten von Dritt‑KI‑Providern.

Da Anonymisierung keine Verarbeitung im Sinne von Art. 4 Nr. 2 DSGVO darstellt, ist für die endgültige Verwendung der anonymisierten Destillate kein Art.‑9‑Erlaubnistatbestand mehr erforderlich. Die vorgelagerte Verarbeitung zur Anonymisierung erfolgt jedoch nur bei ausdrücklicher Erfolgsdaten‑Einwilligung, getrennt von der SENSITIVE_DATA‑Einwilligung.

III. Erfolgsdaten‑Einwilligung

Nutzer werden gesondert gefragt, ob Fimu:

  • abgeschlossene Förderfälle (inkl. Ergebnis „bewilligt/abgelehnt/Nachforderung“)
  • nach einer technischen Anonymisierung und Destillation zur Verbesserung der Förderlogik und Wissensbasis verwenden darf.

Diese Einwilligung ist getrennt von:

  • SENSITIVE_DATA (Art.‑9‑Demografie),
  • ASSISTANT_CHANNEL (WhatsApp),
  • TRACKING_ANALYTICS/MARKETING.

Widerruf ist jederzeit möglich; dann werden künftige Fälle nicht mehr in Destillate aufgenommen.

G. Teammitglieder und Dritte

Fimu verarbeitet Team‑Informationen (Name, Rolle, Firma) zur Darstellung der Projektstruktur. Kontakt‑E‑Mails von Teammitgliedern werden nicht gespeichert. Wir vermeiden damit eine unnötige Verarbeitung personenbezogener Daten Dritter, die keine eigenen Fimu‑Nutzer sind. Soweit Projektinformationen Dritte benennen (z. B. Partneragenturen), erfolgt dies nur, wenn diese im Projektkontext erforderlich sind; eine separate Ansprache durch Fimu erfolgt nicht.

H. WhatsApp und E‑Mail‑Inbound im Detail

I. WhatsApp

Über WhatsApp können u. a. folgende Inhalte übermittelt und verarbeitet werden:

  • Textnachrichten (z. B. Antworten „Ja/Nein“, Kommentare),
  • Bilder/PDFs (z. B. Rechnungen, Verträge, Eintrittskarten),
  • kurze Statusabfragen und Projektzuordnungen.

Diese Inhalte werden:

  • über Meta WhatsApp Cloud API entgegengenommen,
  • in Fimu gespeichert,
  • durch KI analysiert (z. B. „380 € Studio‑Miete → Projekt X?“) und Projekten zugeordnet.

Eine Nutzung der WhatsApp‑Verarbeitung ist nur bei ASSISTANT_CHANNEL‑Opt‑in zulässig; Nutzer können den Kanal jederzeit mit „STOP“ beenden.

II. E‑Mail‑Inbound

Weitergeleitete E‑Mails von Fördergebern können enthalten:

  • personenbezogene Daten von Sachbearbeitern (Name, E‑Mail, Telefon),
  • Förderentscheidungen (Bewilligung/Ablehnung),
  • Vertragsinformationen,
  • Anhänge (Bescheide, Nachforderungsschreiben).

Wir verarbeiten diese Daten zur Projektakte, indem wir Status, Deadlines und Anforderungen aktualisieren. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Durchführung des Förderprojekts); bei Daten Dritter stützen wir uns auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (Interesse an ordnungsgemäßer Projektabwicklung).

I. Speichertechnologien (§ 25 TDDDG), Cookies, localStorage

Wir setzen verschiedene Speicherarten ein:

Cookies:

  • notwendige Cookies (Login, Bot‑Schutz mit Cloudflare Turnstile),
  • Consent‑Cookies,
  • Analyse/Marketing‑Cookies (GA4, Meta Pixel, Ads – nur mit Einwilligung).

localStorage:

  • JWT‑Tokens (Session),
  • User‑Cache,
  • Consent‑Status,
  • UTMs/Attribution,
  • Referral‑Codes,
  • Locale,
  • Profil‑ID.

sessionStorage:

  • Beta‑Invite,
  • Onboarding‑Drafts,
  • Import‑Wizard‑Zwischenstände.

§ 25 TDDDG (ehemals § 15 TMG) erfasst neben Cookies auch den Zugriff auf Daten in Endeinrichtungen, daher behandeln wir Cookies und Storage einheitlich im Consent‑Mechanismus: notwendige Speicherungen erfolgen ohne Einwilligung, Analyse/Marketing nur mit Opt‑in.

Eine aktuelle Tabelle zu Cookies/Storage (Name, Zweck, Laufzeit, Kategorie) stellen wir auf der Website bereit (siehe unten).

J. Speicherdauer

Wir differenzieren nach Kategorien:

  • Kontodaten: für die Dauer der Kontonutzung; nach Account‑Löschung Löschung/Anonymisierung, soweit keine gesetzlichen Pflichten entgegenstehen.
  • Projekt‑ und Förderprofile: für die Dauer des Projektes und eine angemessene Zeit danach (z. B. zur Nachweisführung), danach Löschung oder Anonymisierung.
  • Anträge, Finanzpläne, Verwendungsnachweise: grundsätzlich bis Projektabschluss plus typischer Förder‑ und Nachweiszeiträume; danach Löschung/Anonymisierung.
  • Belege und Bank‑CSV: soweit sie auch für steuerliche Zwecke relevant sind, regelmäßig 6–10 Jahre; andernfalls für die Dauer des Projektes plus angemessene Frist.
  • E‑Mail-/WhatsApp‑Inhalte: im Regelfall etwa 90 Tage, soweit nicht projektbezogen länger erforderlich; danach Löschung oder Umwandlung in nicht personenbezogene Statusinformationen.
  • KI‑Prompts/Responses, Embeddings: werden für den laufenden Produktbetrieb während der Projektlaufzeit gehalten; technische Embeddings gelten als personenbezogene Daten, solange Zuordnung möglich ist und werden mit Löschung des zugrunde liegenden Projekts zurückgebaut oder anonymisiert.
  • Crawl‑Daten (Firecrawl): Förderinformationen werden gehalten, bis sie obsolet sind; personenbezogene Komponenten werden regelmäßig entfernt oder nicht gespeichert.
  • Match‑Scores: werden projektbezogen gespeichert, solange das Projekt aktiv ist; danach Löschung oder Aggregation.
  • Audit-/Consent‑Logs: nur so lange, wie eine Nachweisführung über Einwilligungen erforderlich ist (z. B. bis zum Ablauf möglicher Haftungsfristen); wir halten intern eine bezogen auf gesetzliche Verjährungsfristen begrenzte Retention Policy vor.
  • Sentry‑Logs: kurzläufig, typischerweise Tage bis wenige Wochen, soweit nicht für die Analyse eines Sicherheitsvorfalls länger erforderlich.
  • Backups: werden in Rotationszyklen überschrieben; nach Account‑Löschung sind Ihre Daten nach Ablauf dieser Rotation nicht mehr rekonstruierbar.

K. Betroffenenrechte

Sie haben nach der DSGVO u. a. folgende Rechte:

  • Auskunft (Art. 15 DSGVO),
  • Berichtigung (Art. 16 DSGVO),
  • Löschung (Art. 17 DSGVO),
  • Einschränkung (Art. 18 DSGVO),
  • Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO),
  • Widerspruch (Art. 21 DSGVO) gegen bestimmte Verarbeitungen (insbesondere auf Basis von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO und gegen Direktmarketing),
  • Widerruf von Einwilligungen (Art. 7 Abs. 3 DSGVO) mit Wirkung für die Zukunft.

Sie können diese Rechte per E‑Mail an info@fimu.app ausüben. Zudem steht Ihnen das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde zu.

L. Minderjährige

Fimu richtet sich ausschließlich an Personen ab 18 Jahren. Wir erheben das Geburtsjahr zur Altersprüfung und behalten uns vor, Accounts von Minderjährigen zu sperren oder zu löschen. Projektbezogene Daten Minderjähriger (z. B. Mitwirkende) werden nur verarbeitet, soweit dies für den Projektkontext erforderlich und rechtlich zulässig ist.

M. Einwilligungen im Produkt (Version 2026‑07)

Wir protokollieren folgende Einwilligungen mit Zeitstempel und Versionsbezug:

  • TERMS (AGB),
  • PRIVACY (Datenschutzerklärung),
  • MARKETING (Kommunikation),
  • SENSITIVE_DATA (Art.‑9‑Demografie inkl. Zweckbenennung),
  • SUCCESS_DATA (Erfolgsdaten‑Learning/Anonymisierte Destillate),
  • ASSISTANT_CHANNEL (WhatsApp‑Assistent),
  • TRACKING_ANALYTICS,
  • TRACKING_MARKETING,
  • ggf. Widerrufsverzicht bei Auto‑Recharge.

Einwilligungen können jederzeit im Profil oder über entsprechende Schaltflächen/Links widerrufen werden.

N. Profiling und Art. 22 DSGVO

Die Berechnung von Match‑Scores anhand Ihrer Projekt‑ und Profilangaben ist Profiling (Art. 4 Nr. 4 DSGVO). Fimu trifft jedoch keine automatisierten Entscheidungen mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung im Sinne von Art. 22 DSGVO – Förderentscheidungen bleiben den Förderinstitutionen vorbehalten. Wir informieren transparent darüber:

  • welche Daten in den Match‑Score eingehen,
  • dass der Score nur eine Empfehlung/Orientierung darstellt,
  • dass Sie jederzeit Ihre Profilangaben ändern und damit das Profiling beeinflussen können.

O. Aktualisierung

Wir passen diese Datenschutzerklärung an, wenn sich technische, organisatorische oder rechtliche Rahmenbedingungen ändern. Die jeweils aktuelle Fassung wird in der App und auf der Website bereitgestellt; wesentliche Änderungen werden nach Art. 13/14 DSGVO in geeigneter Form kommuniziert.

Versionsstand: 2026‑07.

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